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VBS informiert über F-35-Stationierungskonzept

21. April 2026: Diese Woche informiert das VBS rund um die Militärflugplätze Meiringen, Payerne und Emmen über geplante Schallschutzmassnahmen im Zusammenhang mit der Einführung des F-35A. Ab Mitte 2028 wird der F-35A in Payerne stationiert werden, in Meiringen ist die Einführung ab 2030 geplant, in Emmen ab 2032. Klar ist, der F-35A wird etwas lauter, aber es wird im Vergleich zu heute nur noch etwas halb so viele Flugbewegungen geben.

Die Pilotinnen und Piloten des F-35A werden vermehrt in Flugsimulatoren trainieren und die einzelnen Flüge werden tendenziell länger dauern, argumentiert das VBS. Die Luftwaffe rechnet beim F-35A pro Jahr mit durchschnittlich 4200 Starts/Landungen in Payerne, 2040 Starts/Landungen in Meiringen und 1090 Starts/Landungen in Emmen. Die Luftwaffe rechnet weiter damit, dass etwa zehn Prozent der rund 7300 jährlichen F-35-Flugbewegungen im Ausland absolviert werden. In Zeiten erhöhter Spannung würden sich die Flugbewegungen im Verhältnis 50 zu 50 auf Payerne aufteilen, während in Friedenszeiten etwa 13 Prozent der Flugbewegungen in Emmen anfallen (Detachemente, Armasuisse- und Werkflüge).

Um die Lärmbelastung der Bevölkerung so tief wie möglich zu halten, wird die Luftwaffe ausserdem jeweils am Montagmorgen und am Freitagnachmittag auf Trainingsflüge mit dem F-35A verzichten. Damit setzt die Luftwaffe ein Anliegen der Gemeinden im Umfeld der Militärflugplätze um. Zur Reduktion der Fluglärmbelastung soll zudem künftig am Montagvormittag und am Freitagnachmittag kein ordentlicher Trainingsbetrieb mit F-35A stattfinden.

Lärmschutz für 30 Millionen Franken

Rund um die Militärflugplätze Meiringen, Payerne und Emmen sind bewohnte Liegenschaften gemäss VBS heute und künftig von Lärmgrenzwertüberschreitungen betroffen. Aufgrund der Lärmberechnungen der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) sind die Liegenschaften bekannt, die von Grenzwertüberschreitungen gemäss der Lärmschutz-Verordnung betroffen sind. Bei bewohnten Liegenschaften, die über dem Grenzwert liegen, müssen Schallschutzfenster eingebaut werden. Das VBS hat bereits in früheren Etappen Schallschutzfenster finanziert. Es handelt sich deshalb nun in Meiringen und Payerne jeweils noch um rund 30 Liegenschaften, in Emmen sind es rund 170. Die Planungen zum Einbau erfolgen voraussichtlich ab dem Jahr 2027, wobei der Bund vollumfänglich die Kosten trägt. Den Verpflichtungskredit in der Höhe von 30 Millionen Franke dazu hat der Bundesrat beim Parlament mit der Armeebotschaft 2026 beantragt. pd / Eugen Bürgler

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Quelle: SkyNews CH